Krätze 2017

Die Hautkrankheit Krätze ist offenbar so häufig in Frankfurt wie seit vielen Jahren nicht mehr. In diesem Jahr hat die Gesundheitsabteilung bereits 120 Fälle gemeldet, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2015 betrug die Zahl der Patienten in den Gemeinschaftseinrichtungen, dh in Schulen und Kindergärten, 68. Im Jahr 2014 wurden 34 Fälle gemeldet, im Jahr 2005 nur elf. Da Ärzte, anders als HIV-oder Tuberkulose-Infektionen, müssen nicht die Gesundheitsbehörde zu informieren, wenn sie einen Patienten wegen der Krätze behandeln, nach dem Influologen, Antoni Walczok fehlt eine zuverlässige Statistik. Die Dunkelheit ist hoch.
Nur Kindergemeinschaften sind verpflichtet, Krätze zu melden. Die Leiter anderer Institutionen, wie zum Beispiel ältere Menschen, informieren die Gesundheitsbehörde manchmal freiwillig. Die in Frankfurt ansässigen Asylbewerber sind zumindest verpflichtet, alle Fälle zu melden. 25 der 120 Patienten im laufenden Jahr sind Flüchtlinge. René Gottschalk, der Leiter des Büros, sagt, Krätze seien eine Ausnahme in der Frankfurter Unterkunft für Asylsuchende. Solche Fälle würden typischerweise während der ersten Aufzeichnung festgestellt.

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Leicht übertragbar nur mit vielen Milben
Obwohl es ein “Trend”, sagt Walczok, aber nicht eine “drastische Zunahme”. Vor kurzem berichteten Medien, dass die Zahl der Krätze in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen gestiegen sei. Zeitungen in Thüringen und Niedersachsen berichteten auch über Fälle von Krätze in Schulen.

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Krätze, auch Krätze genannt, werden durch Milben verursacht. Die weiblichen Tiere bohren in die obere Hautschicht, wo sie kleine Korridore bilden. Sie legen Eier, aber auch Mist. Wegen der Fäkalien und der toten Bestandteile der Milbe fühlen sich die Patienten schließlich einen strengen Juckreiz – aber nur drei bis vier Wochen nach der Ansteckung. Laut Helmut Schöfer, einem Infektologen am Frankfurter Universitätsklinikum, wird die häufigste Form der Krätze erst nach längerem Hautkontakt mit einem Patienten, zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, oder bei schlechten hygienischen Bedingungen, wie von Milben, die von Milben betroffen sind, übertragen .

Krätze können nur relativ leicht übertragen werden, wenn die infizierte Person an Krustenkrusten leidet, einer Krankheit, bei der die Haut von einer besonders großen Anzahl von Milben betroffen ist. Dies betrifft jedoch nur Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem und ist sehr selten. Früher war sie in Frankfurt bei HIV-Patienten aufgetreten, als diese Infektion noch schlecht behandelt werden musste.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Eine Zunahme der Krätze seit Ende des letzten Jahrzehnts wurde auch von Petra Tiarks-Jungk beobachtet. Im “Humanitären Amt” der Stadt Frankfurt behandelt der Arzt Menschen, die nicht gesundheitlich versichert sind. Es ist schwierig, die Zunahme zu erklären, weil die Mehrheit der Fälle nicht gemeldet werden. Prekäre Bedingungen, in denen viele südosteuropäische arme Migranten lebten und die viele Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland ausgesetzt waren, aber eine Infektion begünstigten.

Der Infektologe Schöffer hat keine Erhöhung der Krätze in der Uniklinik bemerkt. Zu Beginn der Flüchtlingskrise wurde eine “riesige Epidemie” erwartet. Dies war jedoch nicht eingetreten. Schöfer vermutet, dass dies auf die schnelle Aufnahme von Migranten in Notunterkünften und die Lieferung von sauberem Leinen zurückzuführen ist. Die Tatsache, dass vor allem junge Männer mit einem deutlich guten Immunsystem gekommen waren, könnte auch ein Faktor gewesen sein.

Die Ärzte betonen, dass es keine Gefahr für die Bevölkerung. Scabies sind eine ärgerliche Krankheit, können aber auch mit Salben und Medikamenten behandelt werden. Schöfer zufolge bestehen nur dann gesundheitliche Risiken, wenn Patienten nicht behandelt und die infizierte Haut abgeschabt werden können. Dann könnten Bakterien eindringen.